Infopark
Justizministerium NRW: E-Government mit Recht
Interview mit Björn Kunze, Marketing Director der Infopark AG
Das Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) vereint mit Hilfe von Infopark CMS Fiona sämtliche Internet- und Intranetauftritte der Behörden unter einem gemeinsamen Dach. Wo lagen die Herausforderungen bei der Umsetzung dieses Großprojekts?
Justiz-Online stand vor der Aufgabe, ein komplexes System über einen ganzen Ressortbereich aufzubauen, welches den Anforderungen der vielen Einzelbehörden Rechnung trägt und doch die Corporate Identity des Ressorts berücksichtigt. 250 Behörden sollten die Möglichkeit bekommen, auf der Basis eines einheitlichen Systems, ihre eigenen Angebote unter einem gemeinsamen Dach zu erstellen. Das ehrgeizige Ziel, die Intranet- und Internetsysteme der Justiz NRW unter einen gemeinsamen, barrierefreien und modernen Hut zu bringen.
Wie konnten die komplexen Anforderungen umgesetzt werden?
Nachdem die technischen Möglichkeiten zur Dokumentendarstellung geklärt waren, wurde ein Gerüst für die Gestaltung barrierefreier Webseiten erstellt. Es konnte ein modernes Layout umgesetzt werden, obwohl der Aufbau der Seiten klassisch ist. Das Layout legt aus Gründen der Barrierefreiheit viel Wert auf gute Lesbarkeit, ausreichend starke Kontraste und eine Farbwahl, die auch mögliche Farbfehlsichtigkeiten der Besucher berücksichtigt.
Im CMS standen schließlich Layout, Dokumentenvorlagen und zahlreiche Grundfunktionen zur Verfügung. Im Rahmen einer gemeinsamen Schulung wurde das System den Multiplikatoren vorgestellt und mehrere Tage ausführlich getestet. Er erwies sich als sehr robust und vielseitig.
In der Pilotphase wurden zunächst das NRW-Justizintranet (Mitarbeiterportal) und das NRW-Justizportal (Webportal) auf Basis des neuen CMS umgesetzt. Nach der erfolgreichen Umstellung beider Portale erfolgte die flächendeckende Bereitstellung von Systemen für die Intranet- und Internetseiten aller Justizbehörden in NRW. Die einzelnen Behörden sind selbst für die Umstellung verantwortlich, werden aber mit Schulungen und Workshops von Justiz-Online begleitet.
Im CMS standen schließlich Layout, Dokumentenvorlagen und zahlreiche Grundfunktionen zur Verfügung. Im Rahmen einer gemeinsamen Schulung wurde das System den Multiplikatoren vorgestellt und mehrere Tage ausführlich getestet. Er erwies sich als sehr robust und vielseitig.
In der Pilotphase wurden zunächst das NRW-Justizintranet (Mitarbeiterportal) und das NRW-Justizportal (Webportal) auf Basis des neuen CMS umgesetzt. Nach der erfolgreichen Umstellung beider Portale erfolgte die flächendeckende Bereitstellung von Systemen für die Intranet- und Internetseiten aller Justizbehörden in NRW. Die einzelnen Behörden sind selbst für die Umstellung verantwortlich, werden aber mit Schulungen und Workshops von Justiz-Online begleitet.
Welches besondere Highlight bietet der neue Internetauftritt der Justiz NRW?
Mit der Infopark Search Cartridge wurde neben der normalen Volltextsuche auch eine erweiterte Suche umgesetzt. Innerhalb der Rechtsprechungsdatenbank, die über 40.000 Entscheidungen und Urteile der Gerichte in NRW beinhaltet und täglich größer wird, konnte eine exakte Suche realisiert werden.
Worin besteht der Nutzen für die Anwender, wenn Sie mit Infopark CMS Fiona arbeiten?
Der Einsatz von Infopark CMS Fiona bei der Justiz NRW ermöglicht die verteilte redaktionelle Arbeit der Autoren. Durch die dezentralen Online-Redaktionen erfolgt die Veröffentlichung neuer Inhalte wesentlich schneller. Sämtliche Websites erreichen dadurch ein hohes Maß an Aktualität. Zudem können sich die Autoren vollständig der inhaltlichen und webgerechten Aufbereitung der Texte widmen und müssen sich nicht mit dem programmtechnischen Aufbau einer Website auseinandersetzen. Ungeschultes Personal kann Word-Dateien ohne HTML-Kenntnisse einfach in das CMS einspeisen. Die Mitarbeiter können also eigenständig Inhalte im vorgegebenen Layout publizieren. Dies ist insbesondere für die Einhaltung eines barrierefreien Internet- und Intranetauftritts von nicht zu unterschätzendem Vorteil.
Wie ist der neue Internetauftritt bei den Nutzern innerhalb der Justiz und bei den Nutzern der Internetseite angekommen?
35.000 Zugänge zum NRW-Justizintranet, 350 Websites, 15 Online-Datenbanken, 50 Diskussionsforen mit über 10.000 Teilnehmern sowie rund drei Millionen monatliche Seitenzugriffe auf das NRW-Justizportal und auf das Mitarbeiterportal unterstreichen die erfolgreiche flächendeckende Einführung von Infopark CMS Fiona für alle Intranet- und Internetseiten der Justiz in Nordrhein-Westfalen.
Vielen Dank für das Interview!